Was braucht man, um "interregional" zu sein?

Die Frage möchten wir an euch zurück geben: Was glaubt ihr, welche Kenntnisse, Fähigkeiten oder Einstellungen in den folgenden Situationen hilfreich sind?

1)   Du arbeitest in der Tourismusbranche. Ein tschechischer Gast kann nicht gut deutsch. Wie reagierst du?

2)   Deine Kollegin kommt aus Tschechien. Nach einer Besprechung schaut sie ziemlich verzweifelt. Was tust du?

3)   Euer Team besteht aus ÖsterreicherInnen und TschechInnen. Was erzählst du deinen FreundInnen darüber?

4)   Deine Firma fährt auf die Messe nach Brünn. Du sollst beim Aufbauen helfen. Welche Dokumente musst du mitnehmen?

5)   Du hast den L17-Führerschein. Darfst du damit in Tschechien fahren?

Die Kompetenzen, die man zur Beantwortung dieser Fragen und natürlich noch einer Menge anderer Fragen braucht, nennt man „interregionale Kompetenzen“. Sie beziehen sich auf verschiedene Bereiche des (Arbeits-)Lebens: Ein soziales Miteinander, ein kulturelles Interesse oder Überlegungen, was man beim gemeinsamen Arbeiten wissen muss, stehen im Vordergrund.

Aber: Interregional ist nicht interkulturell

In der Begegnung von Menschen, die zwar in unterschiedlichen Nationalstaaten, aber in der gleichen geografischen Region aufgewachsen sind, ist weniger von unterschiedlichen Kulturen als vielmehr von unterschiedlichem historischem Background, unterschiedlicher gesellschaftlicher Prägung und vor allem unterschiedlicher Muttersprache auszugehen.

Interregionale Kompetenz im Dialog bedeutet also vorrangig kommunikative Kompetenz und Basiswissen in Bezug auf den soziokulturellen Hintergrund des Partners.

Es bedarf der „Fähigkeit, mit Individuen und Gruppen anderer Kulturen erfolgreich und angemessen zu interagieren. Diese Fähigkeit kann schon in jungen Jahren vorhanden sein oder im Rahmen der Enkulturation (direkte und indirekte Erziehung) entwickelt und gefördert werden. Die Basis für erfolgreiche interkulturelle Kommunikation sind emotionale Kompetenz und interkulturelle Sensibilität.“ (wikipedia, Eintrag "interkulturelle Kompetenz", 1.2.2013)